In vino veritas!

Magdalena Klausner im Gespräch

Gemeinsam mit ihrem Vater Martin kümmert sich Magdalena Klausner um die Weinbegleitung im Klausnerhof – und die hat einen hohen Stellenwert! Magdalena erzählt uns, wie sie zum Wein gekommen ist, was bei der Auswahl wichtig ist und welchen Tropfen sie persönlich am liebsten trinkt!


Magdalena, weshalb hast du dich entschieden, Sommelière zu werden?

"Mein Interesse für Wein hat in der Tourismusschule angefangen. Dort – in Salzburg – konnte man den Jungsommelier absolvieren, der Kurs dauerte ein halbes Jahr lang. Dann habe ich in Lech in einem Hotel mit großer Weinkarte gearbeitet – das hat meine Begeisterung nur vergrößert! So habe ich dann am WIFI Innsbruck den Kurs zum Sommelier Österreich abgeschlossen, irgendwann in den nächsten Jahren wird auch der Diplom-Sommelier folgen. Und seit mehreren Jahren bin ich mit meinem Vater gemeinsam für die Weinauswahl und Weinbegleitung bei uns im Klausnerhof zuständig, was mir viel Freude macht."

Was war bei deiner Ausbildung besonders wichtig?

"Die Sensorik zu schulen! Am WIFI haben wir oft schon um 8 Uhr in der Früh begonnen und fünf bis sechs Weine gerochen und verkostet, weil Nase und Gaumen dann am sensibelsten sind. Dort war es auch möglich, viele Weine gleichzeitig zu öffnen und zu vergleichen – viel mehr, als man im Hotel innerhalb kurzer Zeit aufmachen kann. Das bleibt in Erinnerung und hat mein Wissen sehr bereichert!"

Wie gehst du bei der Wein-Auswahl zu einem Menü vor?

"Jeder Wein wird persönlich abgestimmt, je nach Gericht und je nachdem, welche Richtung – zum Beispiel säurehaltig oder weniger säurehaltig – der Gast mag. Unser Gala-Menü ist immer anders, da gibt es keine Standard-Abfolge. Weil unser Küchenchef Franz aber schon seit 44 Jahren bei uns ist, kenne ich seine Küche und weiß, wie die Gerichte schmecken. Ich schaue mir also an, was es gibt und plane dazu den Wein.

Etwas Cremiges zum Essen bindet zum Beispiel die Säure, bei einem kräftigen Gang darf der Wein auch kräftiger sein – auf solche und viele andere Dinge muss man achten. Und oft werden die Gäste auch mit Raritäten oder speziellen Tropfen wie unserem eigenen „Gletscherkönig“ verwöhnt!"

Und was trinkst du privat am liebsten?

"Im Moment den Merlot Schüttenberg 2012 vom Weingut Marko in Göttlesbrunn, der hat ein kräftiges Aroma aber ein rundes Tannin, die Farbe geht fast ins Schwarze hinein – ein gewaltiges Geschmackserlebnis! Am liebsten sitze ich dabei draußen auf unserer Terrasse, an unserem gemütlichen Kamintisch!"