Die Zirbe im Zillertal

Wunderbaum der Alpen für Wohlbefinden und tiefen Schlaf

 Wer Wunderbaum hört, der denkt vielleicht an das Duftbäumchen, das in vielen Autos am Rückspiegel baumelt. Damit ist man schon auf der richtigen Spur, denn ein markantes Merkmal der Zirbe ist ihr Duft. Damit endet aber die Ähnlichkeit mit dem Duftbäumchen. Denn die Zirbe kann viel, viel mehr, wie Frieda Klausner erzählt. 


„Die Zirbe ist ein typischer Baum der Alpen und damit des Zillertals“, erzählt Frieda auf dem Weg zu einer der Diamant-Suiten im Hotel Klausnerhof, die mit heimischem Zirbenholz ausgestattet sind. Schon beim Betreten des rund 54 Quadratmeter großen Raumes empfängt uns der unvergleichliche Duft dieser Kiefernart. Auch optisch macht es der Zirbe kein anderer Baum nach: Die durch die zahlreichen Äste sehr dekorative Struktur des Holzes verleiht dem Zimmer etwas Lebendiges und sehr Natürliches. Der Aufenthalt und Schlaf in einem Zirbenbett soll besonders gesund sein – mehr darüber erfahren wir gleich darauf in der Zirbenstube im Restaurant. Natürlich bei einem selbstgemachten „Zirm“.

So erkennst du beim Wandern eine Zirbe

Zuallererst wollen wir etwas über den Baum erfahren und hören, wie man ihn überhaupt erkennen kann. Frieda weiß das natürlich: „Die Zirbe kannst du leicht an ihren Nadeln erkennen. An ganz kurzen Trieben wachsen Büschel mit jeweils fünf Nadeln, die fünf bis elf Zentimeter lang sind.“ Eine Zirbe wird übrigens bis zu 25 Meter hoch und bis zu tausend Jahre alt! Erst im stattlichen Alter von 40 Jahren bringt sie die begehrten, fünf bis neun Zentimeter langen Zapfen hervor, die Friedas Mann, Martin, zur Herstellung des hauseigenen Zirbenschnaps sammelt. Drei bis vier der Zapfen wandern, in Scheiben geschnitten mit ein paar weiteren Zutaten, welche aber geheim sind, in einen Liter klaren Schnaps und ziehen dort, bis der „Zirm“ kräftig dunkelrot und genussfertig ist. „Zirben sind gerne unter sich, suchen aber auch die Gesellschaft von Lärchen“, erzählt Frieda weiter. Schließlich sind Bäume auch wählerisch.

Hier findest du Zirbenwälder im Tuxertal

Zirben wachsen zwischen 1.300 und 2.850 Metern Höhe: Der frosthärteste Baum der Alpen nimmt es auch mit Minusgraden im zweistelligen Bereich locker auf! Frieda gibt uns zwei Tipps für Wanderwege im Tuxertal, die auf mittlerer Höhe durch schöne Zirbenbestände führen:

  • Die erste Wanderung führt vom Tuxertal hinauf zur Grieralm und weiter durch einen lichten Zirbenwald Richtung Höllensteinhütte. Von dort kann man wieder ins Tuxertal absteigen und mit dem Wanderbus zum Klausnerhof zurückfahren. Für diese Wanderung braucht man etwas Kondition, denn der Aufstieg zur Grieralm ist steil.
  • Wer es gemütlicher angehen will, gondelt mit der Sommerbergbahn auf den Berg und wandert gemütlich zur Bichlalm. Unterwegs kann man auch hier viele Zirben finden. Von der Bichlalm geht es auf dem breiten Fahrweg wieder zurück zum Hotel - eine Wanderung, die auch mit kleinen Kindern ganz leicht zu machen ist.

Duft mit Wirkung: darum ist die Zirbe so gesund

Was da so duftet, ist ein ätherisches Öl mit dem Namen Pinosylvin. Die Zirbe selbst schützt sich mit diesem Duft und die Menschen tun es ihnen gleich, wie Frieda Klausner berichtet: „Der Zirbenduft wirkt gegen Bakterien und Pilze, außerdem gegen Mücken, Fliegen und Motten.“ Statt des exotischen Zedernholzes kann man sich also auch Stücke aus Zillertaler Zirbenholz in den Kleiderschrank hängen! Doch das Zirbenöl bewirkt noch weit mehr, wie das Grazer Forschungsinstitut Joanneum Research festgestellt hat. Frieda Klausner kennt den Bericht: „Der Schlaf in einem Zirbenbett senkt nachweisbar die Herzschlagfrequenz und damit den Blutdruck. Der Schlaf wird tiefer und erholsamer.“ Die beruhigende Wirkung des Zirbenholzes kennt man im Zillertal seit Jahrhunderten, deshalb gibt es in vielen Häusern eine Zirbenstube. Hier wird gegessen, geplaudert und diskutiert – der Zirbenduft soll das Streiten aber verhindern.

Beste Erholung mit der Zirbe im Klausnerhof

Neben den bereits erwähnten Diamant-Suiten, der Zirbenholzstube im Restaurant und dem Zirbenschnaps profitieren Gäste auch an anderen Orten im Klausnerhof vom alpinen Wunderbaum. Im Wellnessbereich entspannen Gäste unter anderem in der Zirbensauna und seit Kurzem hat Frieda alle Zimmer mit mobilen Zirben-Duftspendern ausgestattet. Mit der Tischlerei Fieg in Tux-Finkenberg hat Frieda einen genialen Partner an der Seite. In dieser Schreinerei wird bevorzugt Zirbenholz verarbeitet. Das Holz riecht nicht nur wunderbar, es ist auch leicht, weich und besitzt einen gleichmäßigen und feinen Aufbau. Beste Voraussetzungen also für die Verarbeitung als Möbelholz und zum Anfertigen von Schnitzereien. Der Duft geht übrigens nicht verloren, noch nach Jahrzehnten verströmt das Holz sein gesundes, typisches Aroma.

So bleibt der Zirbenwald für Generationen erhalten

Eine Sache, die nicht so bekannt, aber sehr interessant ist: Die Verbreitung der Zirbe und damit der Erhalt der Wälder hängt von einem Vogel ab, wie Frieda weiß: „Der Tannenhäher legt im August Verstecke mit Zirbensamen an. Und weil er so vergesslich ist, wachsen aus rund 20 Prozent der versteckten Samen neue Sämlinge!“ Übrigens schätzt nicht nur der Tannenhäher die Zirbensamen: Die geschmacklich an Walnüsse erinnernden Kerne machen sich geröstet auch in Salaten gut. Das Sammeln der begehrten Zapfen ist übrigens strengstens geregelt – beim Wandern daher bitte aufs Bestaunen und Fotografieren beschränken!

Ein Kissen mit Zirbenflocken, ein Fläschchen „Zirm“ oder ein Jausenbrett aus Zirbenholz sind begehrte Mitbringsel aus dem Tuxertal. Wie wäre es mit einem zirbenmäßig tollen Urlaub für die ganze Familie?

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