Ein Gin für alle Fälle

Gin Tonic-Verkostungen im Klausnerhof

Magdalena Klausner ist nicht nur eine großartige Sommelière – sie hat sich auch auf Gin-Verkostungen spezialisiert. Was so besonders an Gin ist, wie er hergestellt wird und worauf es bei der Auswahl ankommt, das erzählt sie uns heute!


Gin, das alte und neue Kult-Getränk, ist ein Getreidebrand mit einem Alkoholgehalt ab 37,5 %. Ihm werden verschiedene Pflanzenmischungen, die so genannten „Botanicals“, zur Aromatisierung hinzugefügt. Das sind zum Beispiel Kräuter, Gewürze, Schalen, Blüten oder – wie beim Wacholder, der oft verwendet wird – Beeren. 

Die Mischung und Zusammensetzung der Botanicals bestimmt den Geschmack des Gins. Er wird gerne auch für Cocktails verwendet, denn durch seine vielen verschiedenen Aromen eignet er sich perfekt zum Mixen! Die Kombinationen sind dabei zahlreich und spannend.

Besondere Kombinationen

Magdalena Klausner: „Gin hat mir immer schon gut geschmeckt. Wenn der Klausnerhof geschlossen ist, reisen wir meist und besuchen andere Hotels. Dort schaue ich mir als Sommelière natürlich auch immer die Bars an. So habe ich irgendwann besondere Gin-Sorten entdeckt, mich mit dem Thema beschäftigt und beschlossen, unsere Karte zu erweitern.“ 

So kamen die Gin-Verkostungen in den Klausnerhof, zum Beispiel während der Genusswoche oder auch in der Weihnachtszeit. „Zuerst lasse ich die Gäste verschiedene Tonics verkosten – da gibt es ja inzwischen auch einen ganzen Haufen, und jedes schmeckt anders. Durch die unterschiedlichen Tonics und Gin-Marken ergeben sich unglaublich viele und tolle Kombinationen!“ Tonic ist ein mit Chinin versetztes Erfrischungsgetränk, das teils auf natürlicher Basis angesetzt wird. „Es schmeckt leicht bitter und passt einfach hervorragend zu Gin.“

Mit und ohne Tonic

Anschließend erklärt Magdalena verschiedene Gin-Sorten und ihre Bestandteile, die Gäste können die Unterschiede gleich verkosten. Und anschließend wird gemixt, wobei besonders stimmige und kreative Kombinationen herauskommen. Magdalena Klausner: „Es gibt auch Sloe Gin und eine andere teure Marke, die ohne Tonic serviert werden – sonst ist immer Tonic dabei.“

Bei den Gästen kommen die Verkostungen hervorragend an. „Sie kennen Gin als Klassiker, lernen einfach etwas Neues kennen und sind dann begeistert, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt. Da kann man wirklich toll experimentieren! Ein sehr beliebter Gin ist im Moment der ILLUSIONIST. Er vereint Aromen von Wacholder, Süßholz, Lavendel, Rosmarin und Zitrusfrüchten. Er ist Blau und gelingt besonders gut mit dem Beigeben des Tonic Waters Rosa!“

Absolutes Genussgetränk

In den letzten Jahren gibt es zahlreiche Studien, die besagen, dass Gin gegen Krankheiten wie Heuschnupfen helfen soll. „Ob das stimmt, habe ich noch nicht erprobt“, lacht Magdalena Klausner. 

„Ich persönlich finde ihn aber tatsächlich sehr sanft verträglich für den Magen – für mich ist Gin ein Genussgetränk und nichts, das man schnell trinkt. Dafür ist der Geschmack zu speziell und die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten zu reichhaltig für den Gaumen, eben wie bei gutem Wein!“

Beliebter Cocktail ist im Klausnerhof momentan der Moscow Mule - ein Drink aus Wodka, Limettensaft und Ginger Beer, in einer Kupfertasse serviert. „Sieht klasse aus und schmeckt richtig erfrischend nach Ingwer. Man kann den Drink auch mit Gin servieren. Dann wird er London Mule genannt – derzeit ein Renner bei uns“, so Magdalena Klausner.