Nudeln aus dem Zillertal

Nudel ist nicht gleich Nudel...

Der Begriff Nudel steht für alle Teigwaren, die (meist in Salzwasser) gekocht werden...


Rund um die Nudel

Vor allem im Zillertal wird der Name Nudel aber auch für Speisen verwendet, die keine Teigwaren sind oder mit der eigentlichen Nudel nur wenig gemeinsam haben. So zum Beispiel die aus Germteig hergestellten Dampfnudeln, oder die im Backofen gebackenen Buchteln. Auch Paunzen aus Kartoffelteig gehören in diese Kategorie.

Geschichtliches über die Nudel

Nudeln haben sich wahrscheinlich an mehreren Orten auf der Welt unabhängig voneinander entwickelt. Die frühesten Quellen diesbezüglich sind aus dem fernen Osten überliefert. Archäologische Funde aus dem Nordwesten Chinas belegen die Existenz von Nudeln vor über 4.000 Jahren. In Europa sind in der griechischen Antike erstmals Nudeln historisch nachgewiesen. Die heutige weltweite Popularität verdankt sie den Sizilianern. Dort war und ist die Nudel ein Grundnahrungsmittel, dass durch die Auswanderung vieler Italiener in andere Länder getragen wurde. Mit Nudel bezeichnet man im Zillertal übrigens nicht nur Speisen, sondern auch Menschen die übergewichtig sind. In schwerwiegenden Fällen wir hier sogar der Begriff „dicke Nudel“ angewendet.

Zillertaler Nudeln

Auf den Tellern der Zillertaler haben Nudeln eine lange Tradition und treten in mannigfaltiger Form auf. Sie kommen als Schissalnudeln (Schüsselnudeln), Schliachtanudeln (Schlichtnudeln), Blutnudeln, Erdäpfelnudeln (Kartoffelnudeln), Paunzen, Kluabanudeln, Buttermilchnudeln, Schutznudeln und Dampfnudeln auf den Tisch.

Original Zillertaler Rezept für Erdäpfelnudeln:

Zutaten:
½ kg Kartoffeln, 15-20 dag Mehl, 1 Ei, Salz, Muskatnuss, Butter

Zubereitung:
Kartoffel kochen, schälen und fest zerdrücken (diesen Schritt kann man auch mit einer Kartoffelpresse erledigen); auf einem Nudelbrett mit Mehl, Ei, Salz und geriebener Muskatnuss rasch zu einem Teig verkneten, der nicht zu klebrig sein darf; den Teig in mehrere mitteldicke Würste formen; in Salzwasser kochen, bis sie nach oben steigen; gekochte Nudeln in zerlassener Butter wenden; nach Belieben können sie auch in gerösteten Bröseln oder in geriebenem Käse gewendet werden. Für Paunzen brät man die Erdäpfelnudeln in heißem Fett goldbraun an und serviert sie mit Sauerkraut.

 

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