Unterwegs auf dem Berliner Höhenweg

Das Zillertal von oben entdecken

Bereits 1879 baute die Sektion Berlin die erste Schutzhütte des Alpenvereins in den Zillertaler Alpen: die Berliner Hütte. Bei ihr kann man auch heute noch einkehren, wenn man auf dem spektakulären Berliner Höhenweg wandelt!


Der Berliner Höhenweg ist ein hochalpiner Weitwander- und Rundwanderweg in den Zillertaler Alpen. Er verbindet sieben Schutzhütten miteinander und hat insgesamt eine Länge von 73 km. Etwa 5.000 Höhenmeter bergauf sowie bergab sind für die Wanderer zu bewältigen. Almen, Seen und Gletscher wechseln sich auf der anspruchsvollen Strecke ab.  

Etappenweise oder ganz 

„Der Höhenweg kann entweder etappenweise oder ganz bewandert werden. So oder so – die Aussicht und der teils anspruchsvolle Weg lohnen sich wirklich, um das Zillertal von oben zu entdecken und viele tolle Hütten kennen zu lernen“, sagt Gastgeberin Frieda Klausner.  

Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollten die Wanderer schon mitbringen. Kletterausrüstung und Seil sind nicht nötig. Ein GPS Gerät und gute Ausrüstung können vor allem bei schlechten Wetterverhältnissen sehr nützlich sein. Die Länge und denn Beginn der Tour kann jeder selbst bestimmen, denn es gibt von jeder Hütte eine Abstiegsmöglichkeit ins Tal. 

Erfahrung von Vorteil 

Frieda Klausner: „Der Berliner Höhenweg ist eher nichts für Einsteiger, die noch nie eine Bergtour gemacht haben. Für diese haben wir aber eine ganze Reihe andere schöne Touren hier im Zillertal und Tuxertal. Und wenn man dann schon ein wenig Erfahrung gesammelt hat, kann man sich auf den Berliner Höhenweg begeben!“ 

Der Berliner Höhenweg entstand, als man Schutzhütten in der Region miteinander verbinden wollte. Schon 1879 wurde ein hochalpiner Steig zwischen Berliner Hütte und Furtschaglhaus über das Schönbichler Horn (3.133 m) errichtet. Er bildet die Basis für den Berliner Höhenweg. Später kamen Olpererhütte, Rifflerhütte und das Friesenberghaus hinzu, 1968 begann man mit dem Weg zwischen Gamshütte und Friesenberghaus und konnte dieses schwierige Stück 1976 eröffnen.  

Die einzelnen Etappen  

  • Finkenberg (785 m) – Gamshütte (1.916 m) 
  • Über den Hermann-Hecht-Weg erreicht man die Gamshütte. Aufstieg 1.000 m. Gehzeit ca. 3 Stunden. 
  • Gamshütte – Friesenberghaus (2.498 m) 
  • Diese Etappe ist mit 14 km die längste und anspruchsvollste. Der Weg auf etwa 2.000 m ist südwest-exponiert und wird wenig begangen. Aufstieg 1.100 m – Abstieg 700 m. Gehzeit ca. 9 Stunden. 
  • Friesenberghaus – Olpererhütte (2.389 m) 
  • Kürzeste Etappe. Aufstieg 150 m – Abstieg 250 m. Gehzeit ca. 2 Stunden. 
  • Olpererhütte – Furtschaglhaus (2.295 m) 
  • Diese Etappe führt entlang des Schlegeisspeichers auf einer Straße in Richtung Furtschaglboden. Abstieg 600 m – Aufstieg 500 m. Gehzeit ca. 4 Stunden. 
  • Furtschaglhaus – Berliner Hütte (2.040 m) 
  • Am Schönbichler Horn erreicht man mit 3.133 m die höchste Stelle des Berliner Höhenweges. Diese Etappe ist teilweise ausgesetzt und anspruchsvoll. Aufstieg 900 m – Abstieg 1.060 m. Gehzeit ca. 6 Stunden. 

  • Berliner Hütte – Greizer Hütte (2.226 m) 
  • Über die Mörchenscharte (2.872 m) geht man hinab zum Floitengrund und dann hinauf zur Greizer Hütte. Aufstieg 1.200 m. Abstieg 1.100 m. Gehzeit 7 Stunden. 
  • Greizer Hütte – Kasseler Hütte (2.177 m) 
  • Über die Lapenscharte führt der Weg hinab ins Lapenkar, zur Elsenklamm und zur Kasseler Hütte. Aufstieg 650 m – Abstieg 700 m. Gehzeit 5 Stunden. 
  • Kasseler Hütte – Edelhütte (2.237 m) 
  • Über den Siebenschneidenweg wandert man 14 km bis zur Edelhütte. Aufstieg 800 m – Abstieg 750 m. Gehzeit 9 Stunden. 
  • Abstieg nach Mayrhofen 
  • Entweder mit der Seilbahn oder von der Edelhütte 300 m zu Fuß über die Föllenbergalpe und dem Gasthaus Alpenrose nach Mayrhofen. Abstieg 1.600 m. 

„Der Berliner Höhenweg bietet spektakuläre Ein- und Ausblicke in die alpine Landschaft und ist eine sportliche Herausforderung der Sonderklasse! Durch die unterschiedlichen Etappen kann man sich aber auch langsam an ihn herantasten...“, so Frieda Klausner.